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Startseite > Artikel > Steuertipps zum Jahresende

Artikeldatum: 2009-03-01 | Autor: Dirk Stadie | Aufrufe: 16774 | Kategorie: Steuern optimieren

 

Steuertipps zum Jahresende

Steuer-Spartipps zum Jahresende Noch ist das Jahr 2008 nicht vorbei und noch gibt es für viele Arbeitnehmer, Eltern, Rentner und Anleger die Möglichkeit mit ein paar Kniffen viele Steuern zusparen. Wie es geht und was Sie beachten müssen, um den Fiskus keine unnützen Gelder in den Rachen zu werfen, haben wir für Sie einige Tipps zusammengestellt. Außergewöhnliche Belastungen Private Aufwendungen, die der Steuerzahler in einer bestimmten, sehr schwierigen Lebenssituationen aufwenden muss und durch die er stärker belastet wird als andere Bürger, können unter Umständen als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden. Zu den außergewöhnlichen Belastungen gehören zum Beispiel Krankheitskosten, Unterhaltszahlungen, Kosten für Pflegeheime, Scheidungskosten oder auch Beerdigungskosten. Krankheitskosten sind in diesem Falle Arztkosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen wurden oder auch Medikamentenzuzahlungen. Und auch die Beerdigungskosten werden natürlich nur berücksichtigt, sofern es sich um einen nahen Verwandten handelt und die Kosten der Beerdigung nicht durch das Erbe des Verstorbenen getilgt werden konnten. Überschreiten diese außergewöhnlichen Ausgaben die festgelegte, zumutbare Belastung des Steuerzahlers, kann dieser sie steuerlich absetzen. Ab welchen Betrag diese Regelung in Kraft tritt, hängt allerdings vom Gesamtbetrag der Einkünfte, dem Familienstand und der Zahl an Kindern ab. Die Eigenbeteiligung liegt zwischen 1 und 7 Prozent des Jahreseinkommens. Haushaltsnahe Dienstleistungen & Handwerker Der Fiskus beteiligt sich mit ganzen 20 Prozent an haushaltsnahen Dienstleistungen und Handwerkerleistungen, wenn diese innerhalb eines Jahr durchgeführt wurden und nicht über 3.000 Euro liegen. Es sind also bis zu 600 Euro, die Sie hier einsparen können. Allerdings gilt diese Steuerersparnis nur für die reine Arbeitsleistung und nicht für die Materialkosten. Somit können Maler- oder Sanitärarbeiten, aber auch Gärtner- oder Babysitterrechnungen eingereicht werden. Lassen Sie sich eine separate Rechnung für die reine Arbeitsleistung der Arbeiter und Haushaltshilfen geben und reichen Sie diese ein. Kindergeld Sind die eigenen Kinder volljährig und haben bereits eigene Einkünfte und Bezüge, die über 7680 Euro im Jahr liegen, entfallen sowohl Kindergeld und Kinderfreibetrag, wie auch die Kinderzulagen für Eigenheimbesitzer und Riester-Sparer. Diese Einkünfte der jungen Erwachsenen können durch die Ausbildungsstelle oder auch durch Nebenjobs zustande kommen und sollten diese auch nur um einen Euro den genannten Betrag übersteigen, sind Kindergeld und alle dazugehörigen Vergünstigungen verloren. Damit das nicht passiert, müssen Sie sauber kalkulieren und Gegenposten finden. Nicht nur Sozialversicherungsbeiträge und Beiträge zu einer privaten Krankenversicherung, Haftpflicht- und/oder Lebensversicherung sind abziehbar, auch die Werbungskosten können angerechnet werden. Alle Ausgaben, die im Zusammenhang mit dem Job des volljährigen Kindes stehen, wie beispielsweise Fachbücher oder Arbeitskleidung, sind Werbungskosten und drücken das Einkommen. Die Werbungskosten dürfen mit 920 Euro angegeben werden ohne, dass diese explizit ausgewiesen und belegt werden müssen. Erst wenn dieser Betrag überschritten wird, müssen die Werbungskosten mit Belegen nachgewiesen werden. Fortbildungskosten Die Kosten für eine Fort- bzw. Weiterbildung im ausgeübten Beruf ist ohne Limit auf der Lohnsteuerkarte eintragbar. Ob es die Gebühren für Sprachkurse, die Kosten für einen EDV-Lehrgang, Prüfungsgebühren oder auch die Fahrtkosten sind, sie werden als Werbungskosten anerkannt. Aufwendungen für ein Erststudium oder eine Erstausbildung gehören allerdings grundsätzlich zu den privaten Lebenshaltungskosten und sind nur noch bis zu einer Höhe von 4000 Euro pro Jahr absetzbar. Abgeltungssteuer Ab Januar 2009 ist es so weit: die neue Abgeltungssteuer tritt in Kraft. Sie wird die bis Ende 2008 geltende Kapitalertragssteuer ablösen und ab dem 1. Januar des nächsten Jahres werden dann auf alle Erträge aus Kapitalanlagen (Zinsen, Dividenden und Kursgewinne) ganze 25 Prozent Abgeltungssteuer fällig. Das Halbeinkünfteverfahren wird abgeschafft und Dividenden sind dann nicht mehr nur zur Hälfte steuerpflichtig, sondern werden zu 100 Prozent besteuert. Auch Kursgewinne sind nicht mehr wie bisher nach Ablauf der Spekulationsfrist von einem Jahr einkommensteuerfrei, sondern werden unabhängig von ihrer Haltedauer ab 2009 komplett besteuert. Daher sollten Sie unbedingt noch vor dem Jahreswechsel ihr Wertpapierdepot überprüfen, denn Wertpapiere, die vor 2009 eingekauft wurden und die mindestens ein Jahr lang in Ihrem Besitz bleiben, können nächstes Jahr verkauft werden, ohne dass dafür Steuern anfallen. Legen Sie für die ab 2009 angeschafften Papiere am besten ein zusätzliches Depot an. So behalten Sie leichter die Übersicht und verhindern, dass die sogenannte First-in-First-out-Regel Ihren Steuervorteil der älteren Wertpapiere eventuell zunichte macht. Denn diese besagt, dass Teile einer bereits erworbenen Aktie oder Teile eines bereits erworbenen Fonds, die später hinzugekauft werden, nicht so einfach wieder verkauft werden dürfen. Bei einem Wiederverkauf müssen zunächst die zuerst erworbenen Aktien- bzw. Fondsanteile verkauft werden. Durch diese Regelung würden Gewinne aus Aktien oder Fonds steuerpflichtig werden, obwohl sie vor 2009 gekauft und theoretisch länger als 12 Monate gehalten wurden, da diese dann in den Augen des Fiskus vor Ablauf eines Jahres veräußert wurden. Mit einem getrennten Depot können Sie diese Gefahr vermeiden!

 
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